Über das „dreckige Dutzend“, „richtigen“ Kartoffelgeschmack und Konsumkritik

Letzte Woche habe ich diverse Artikel über das „Dreckige Dutzend“ gelesen. (Wenn ihr „Dirty Dozen“ bei Google eingebt, werdet ihr wahnsinnig viele Beiträge dazu finden.) Kurzgefasst, es gab mal wieder eine Untersuchung zur Schadstoffbelastung in Obst und Gemüse. Danach wurden die Lebensmittel mit der stärksten Belastung in einem Ranking vorgestellt. Fazit: Wenn man sich nicht leisten kann, jegliche Obst und Gemüsesorten als Bioprodukte zu kaufen, sollte man zumindest bei diesen darauf achten, diese  als Bioprodukte zu kaufen (noch besser ist natürlich, wenn möglich, bio UND regional):

  1. Äpfel
  2. Erdbeeren
  3. Trauben
  4. Sellerie
  5. Pfirsiche
  6.  Spinat
  7. Paprika
  8. Nektarinen
  9. Gurken
  10. Cherry Tomaten
  11. Zuckerschoten
  12. Kartoffeln

Nachdem ich mit dieser Liste im Freundes- und Kollegenkreis „hausieren“ gegangen bin, hat mir eine Freundin netterweise Annabelle-Kartoffeln vom Bauern mitgebracht.

… Die Tage zuvor hatten wir ein Gespräch darüber, dass die Kartoffeln im Supermarkt gar nicht mehr wie richtige Kartoffeln schmecken und wie toll der Geschmack von „richtigen“ Kartoffeln doch ist. Damit habe ich, an einem Abend, als ganz spontan meine Eltern zu Besuch waren, ebenso spontan ein Gratin gekocht. Ich möchte mich an dieser Stelle nicht selbst loben (na gut, ein bißchen schon!), sondern vielmehr das Rezept und noch viel viel mehr den Geschmack dieser Kartoffeln: Es war das beste Gratin, das ich seit Ewigkeiten gegessen habe. Nur das Trüffelgratin vom Mercato Deluxe war noch einen Ticken besser.

Kartoffelgratin
Kartoffeln vom Bauernhof aus der Region – hier als Gratin mit Ruccolabeilage

Ganz inspiriert von dieser Erfahrung habe ich meine Mittagspause am nächsten Tag auf dem Ökomarkt am Severinskirchplatz verbracht. Dieser findet an diesem Standort immer dienstags und freitags (10-18 Uhr) statt. Allerdings sind freitags dort mehr Stände. Wenn ihr also einen Besuch plant, geht lieber mal freitags hin.

Da habe ich dann zufällig auch Samuel, einen der (zukünftigen) Gründer des „Tütenlos“ (Kölns erster verpackungsfreier Supermarkt) beim Flyer verteilen getroffen und mich ein bißchen mit ihm über die aktuelle Crowdfunding-Aktion unterhalten können.

Tütenlos-Flyer
Tütenlos-Flyer

Wie ihr vielleicht aus meinen letzten Beiträgen wisst, bin ich ein riesiger Crowdfundig-Fan. Hier trifft man auf viele, viele innovative Ideen und für einen selbst ist es ein Leichtes, einen Beitrag zu leisten, tolle Projekte zu untersützten und unsere Umgebung ein klein wenig, sinnvoller, innovativer und/oder kreativer zu machen. Neben der Freude, coole Projekte zu unterstützten, kann man sich, je nach dem, wieviel man selbst in den Fundingtopf werfen möchte, im Gegenzug verschiedene Geschenke aussuchen. Es macht auch immer Spaß, sich hier mal durch die verschiedenen Optionen zu klicken und sich anzusehen, was sich die Gründer teilweise Kreatives einfallen lassen. (Ich erinnere nur daran, dass die Namen von einer Freundin und mir nun auf der Wand eines Ehrenfelder Clubs abgedruckt sind.)

Dieses Mal spekuliere ich mit meiner Investition beispielsweise auf den limitierten „Tütenlos“-Jutebeutel, welcher nur für diese Aktion entworfen wurde und auch darüber hinaus nicht käuflich zu erwerben sein wird. Sehr cool finde ich auch das Dankeschön namens „Tütenlos Selfie“. Hier kann man seine eigene Müslimischung kreieren, welche es dann ein Jahr lang im Geschäft im Angebot geben wird. Auch eine Espresso-Flatrate könnte man buchen. Wie gesagt, es macht Spaß, sich durch die „Dankeschön-Optionen“ zu klicken.

Tütenlos-Jutebeutel (Limited Edition)
Tütenlos-Jutebeutel (Limited Edition)

Allerdings werden die zugesicherten Förderbeträge nur vom Konto eingezogen (und im Gegenzug die „Dankeschöns“ verschickt bzw.  verteilt), wenn die Mindest-Fördersumme von 35.000 Euro bis zum 19.08.2015 zustande kommt. Aktueller Stand sind 14.437 Euro. Also noch Platz nach oben! Da die Crowdfundingaktion, die ursprünglich diesen Freitag auslaufen sollte, ungünstiger Weise zeitlich genau in die Schulferien fällt, wurde sie netterweise von der Crowfundingplattform noch bis zum 19. August verlängert.

Wer also ein Interesse an regionalen Bioprodukten hat, außerdem Verpackungsmüll reduzieren und nachhaltiger konsumieren möchte, informiert sich unter http://www.tuetenlos.de

oder schaut sich das folgende Video an:


Und danach könnt ihr, so ihr denn mögt, euren Förderbeitrag auf der Crowdfunding-Plattform Startnext zusichern: https://www.startnext.com/tuetenloskoeln

Cindy zitiert die Ärzte: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“
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