Kairos – Über günstige Gelegenheiten, Serendipität und darüber, wie das Leben manchmal so spielt

Wikipedia sagt über „Kairos“: Kairos (griechisch Καιρός) ist ein religiös-philosophischer Begriff für den günstigen Zeitpunkt einer Entscheidung, dessen ungenütztes Verstreichen nachteilig sein kann. In der griechischen Mythologie wurde der günstige Zeitpunkt als Gottheit personifiziert.

Kairos trug am Vorderkopf einen langen Schopf, sein Hinterkopf jedoch war kahl. Wer Kairos (oder auch „die günstige Gelegenheit“) zu packen kriegen wollte, musste also schnell sein und sofort am Schopf zupacken, wenn man ihn erblickte. War man zu langsam, haschte man nach dem kahlen Hinterkopf des vorbeieilenden Kairos – und kriegte ihn somit nicht mehr zu packen. … So viel zur griechischen Mythologie und der Redewendung „die Gelegenheit beim Schopfe packen.“

Wieso ich euch das erzähle?

Erinnert ihr euch an die Dreharbeiten im Miezenhaushalt?

Zu dem Blogeintrag bin ich euch noch eine Hintergrundgeschichte schuldig:

Eine Bekannte von mir – Laura Wilms – hatte die wunderbare Gelegenheit, am AIB (Akademie für internationale Bildung)-Programm „Study abroad“ teilzunehmen. Studenten aus Amerika kamen für 6 Wochen nach Bonn, um gemeinsam mit deutschen Projektpartnern zu lernen, wie man einen Dokumentarfilm produziert. Die Teilnehmer entwickelten ihre eigenen Ideen für Dokumentarfilme und setzten diese auch ganz eigenständig – in Zweierteams – um. Laura hatte die Idee, einen Dokumentarfilm über Lebenswege zu machen und darüber, wie manchmal Zufälle oder sich unerwartet auftuende Gelegenheiten, das Leben eines Menschen beeinflussen können. Dabei geht es auch darum, wie man Entscheidungen trifft. Und da mein bisheriger Lebensweg nicht immer ganz geradlinig war, kam es dazu, dass ich Interviewpartnerin für Lauras ersten Dokumentarfilm sein durfte. Eine sehr aufregende und spannende Erfahrung. Man mag gar nicht glauben, wie viel Arbeit hinter so einem Produktion steckt. Es hat viel Spaß gemacht, ein (kleiner) Teil dieses Projekts sein zu dürfen, weil es mich dazu gebracht hat, noch mal in alten Fotos und Tagebüchern zu kramen, meine alte Abizeitung rauszuholen und eine Runde darüber zu reflektieren, wie man sich selbst in den Jahren nach dem Abitur (weiter-)entwickelt hat.

Hier Lauras Zusammenfassung des Inhalts der Dokumentation:

„Marlene is seventeen years old and just graduated from school. She has some vague ideas about the future and about the new chapter of her life which is now beginning. Sarah is thirty years old and reflects how different her life went in comparison to what she imagined it ten years ago. A film about the unpredictable ways of life, opportunities and decision making.“

Ein kleiner Einblick in die fertige Doku
Ein kleiner Einblick in die fertige Doku „Kairos“
Cindy kommt natürlich auch drin vor
Cindy kommt natürlich auch drin vor

Da die Teilnehmer des Projekts insgesamt nur 6 Wochen Zeit hatten, um zu lernen, wie man einen Dokumentarfilm produziert und dieses Wissen dann auch umzusetzen, ist der fertige Film „nur“ ca. 8 Minuten lang. Für einen allerersten eigenen Dokumentarfilm finde ich ihn aber sehr gut umgesetzt. Wer mag, kann sich den Film hier ansehen.

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